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Radio International am Schwarzwasser

Sender für Literatur, Bildung und Landklang

Überall Festspiele

Die Politik eiert rum,
die Natur muckt auf,
der Untergang nimmt seinen Lauf

Am Lagerfeuer

turnen die Sommermücken,
schlagen Haken wie Ösen.
Die Rotweinseligen vor sich hinne dösen.

Ein Blaustrumpf aus L.E.

hat sich verlaufen bei den Heidelbeeren,
und verweilt eine kurze Weile.
Mit der Revolution hat es doch keine Eile.

Eine Gülleorgel

zum Sonnenuntergange
munter aufspielte,
wobei die Nase etwas schielte.

Pressemitteilung

Der Schwarzwasser Verlag im sächsischen Königswartha (Landkreis Bautzen) wendet sich in Sachen Hörfunk gegen den Trend: Das am Wochenende ins regionale Kabelnetz eingespeiste HörWortRadio ist nach Angaben des Verlages vom Montag Deutschlands erster reiner Wortsender. Musik sei laut Lizenz nur als Untermalung des künstlerischen Wortes erlaubt. Das 40stündige Wochenendprogramm enthält Literatur-Specials sowie Hörcollagen von Inszenierungen des Dresdner Staatsschauspiels, sagte Produzent Gottfried Blumenstein. Statt aktueller Nachrichten würden die schlechten «Nachrichten von morgen» poetisch vorweggenommen und visionär zur Sprache gebracht, Fußballverse, Schmähreime und Anti-Dopinggedichte ersetzten die üblichen Sport-Reports. Für Kinder seien Kurzgeschichten und von Schülern gestaltete Hörcollagen im Angebot. In der Nacht schließlich werde – auf einem Soundteppich – aus Telefonbüchern rezitiert: Zum Auftakt waren es die von New York, Sao Salvador und Rom. (dpa)

31. Woche 2016

Letzter Sommer nach El Niño

Der Sommer in diesem Jahr fiel gehörig ins Wasser hinein,
Was unsere Leistungsschwimmer wohl missverstanden,
Denn sie konnten nicht landen.

Und selbst die Hitze war nicht so toll,
So manche Keller liefen voll.
Auch Hagel und Donner mit Blitz
Betrachtet von einem Fenstersitz,
Sorgte durchaus für Entsetzen.
Man konnte sich dabei sogar verletzten.

Und überhaupt war die Temperatur nicht auf Draht.
Nicht mal Esel und Pfaue kamen ins Schwitzen,
Und das Pücklereis blieb auf sich selber sitzen.

Zumal Literaten auch gerne mal raufen,
Oder sich gediegen vor Weltschmerz besaufen.

Doch wenn ich gewesen wäre in Suhl,
Um mir dort eine Flinte zu kaufen,
Würde ich sagen, der Sommer war cool.